Artenschutz

EVL baut neue Wildbienenhotels für Leverkusen

Seit Jahren engagieren wir uns in der Stadt.
Es summt und brummt ab sofort nicht nur am Overfeldweg, Wasserturm und den übrigen vier Standorten, die die EVL für ihre Wildbienenhotels bisher gefunden hat. Seit diesem Frühling finden aufmerksame Passanten weitere Nist- und Bruthilfe im Stadtgebiet von Leverkusen.

Erst kürzlich nutzten Mitarbeiter vom Gebäude-Management der Energieversorgung Leverkusen das gute Wetter und bauten drei Wildbienenhotels auf den Flächen der EVL auf. Damit gibt die EVL den Insekten einen Lebensraum und leistet einen wichtigen Beitrag für den Artenschutz: „Die Population der Wildbienen ist in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Versiegelte Flächen, durchforstete Wälder und fehlende Blühstreifen schränken sie in ihrem Lebensraum immer mehr ein“, sagt Stephan Eßer, EVL-Mitarbeiter und Wildbienen-Experte. Dabei ist die Wildbiene durchaus wichtig für die heimischen Pflanzen und das gesunde Lebensmittel Obst. Denn rund 80 Prozent der Wild- und Nutzpflanzen werden von Insekten bestäubt – hauptsächlich von Wild- und Honigbienen. Und das kommt allen zu Gute, denn an den Bäumen wächst schlicht mehr Obst.

Lebensraum schaffen:

Artenschutz vor der Haustüre

Noch ist wenig Bewegung an den neuen Standorten, wie im Bild am Mehrfamilienhaus mit EVL-Werkswohnungen an der Alten Landstraße. Dies wird sich aber von Tag zu Tag ändern und dann können die Mitarbeitenden der EVL schon bald pure Natur direkt vor ihrer Haustüre erleben, denn die Wildbienen beginnen ab Anfang März mit dem Nestbau, indem sie ihre Eier in die Bruthöhlen des Wildbienenhotels legen. So wie auf dem Wasserturm-Gelände, wo die Insekten bereits das Wildbienenhotel und den im Rahmen einer Mitarbeiteraktion angelegten Garten schon gut angenommen haben. Zahlreiche Löcher und Schildrohre sind dort bereits mit Lehm verputzt.

Worauf die Tiere besonders Wert legen? „Jede Art hat ihre eigenen Vorlieben, was Futter und Brutplatz angeht“, sagt Stephan Eßer. Der Kartograf baut seit vielen Jahren privat Wildbienenhotels und hat reichlich Praxiswissen. „Vor allem wichtig bei der Standortwahl ist aber die Ausrichtung gen Sonne, dass es wind- und wettergeschützt ist sowie Futterpflanzen in der Umgebung gibt.“

Mehr Raum für Artenvielfalt:

Weitere Standorte geplant

Die ersten Ziele sind erreicht und die EVL will am Ball bleiben. „Der Bau und die Realisierung weiterer Wildbienenstandorte, mit dem Ziel Leverkusen ökologischer werden zu lassen, ist bereits geplant. Jedes Jahr werden drei weitere Standorte hinzukommen“, sagt der kaufmännische Geschäftsführer Thomas Eimermacher. In diesem Jahr kamen neue Standorte an Gasstationen in Schöne Aussicht und an Alt Steinbücheler Weg hinzu. Weitere Wildbienenhotels stehen in der Neuen Bahnstadt, in Bergisch Neukirchen, Fettehenne und in Pattscheid.

Das mit dem Aufstellen auch die Pflege der Nist- und Bruthilfen einhergeht, versteht sich von selbst. Aus diesem Grund hat ein Teil der EVL-Belegschaft eine Patenschaft für die neun Wildbienenhotels übernommen. „Diese überprüfen zum Beispiel wie gut die Nisthilfe angenommen wird und pflegen die Beete“, so Stephan Eßer. In diesem Jahr legen sie sogar, wie bereits am Wasserturm, ein neues Beet für das Wildbienenhotel direkt vor der Zentrale am Overfeldweg an. Denn nach dem Frühling ist vor dem Frühling und der Schlüpfzeit.

Bildung trifft Artenschutz:

EVL fördert Wildbienenprojekte für Schulen und die Stadt

Das Konzept kommt nicht nur gut bei den Mitarbeitenden an. Einen positiven Nebeneffekt gibt es auch: „Am Wasserturm haben wir normalerweise oft Schulklassen oder Kindergärten zu Besuch“, so Eimermacher. „Wenn sie uns jetzt besuchen, sehen sie nicht nur den Wasserturm, sondern lernen auch noch etwas über Wildbienen.“ Der ein oder andere Passant bleibt ebenfalls vor den im Stadtgebiet verteilten Holz-Häuschen stehen und kann sich anhand der Infotafeln über den Schutz der Wildbienen erkundigen. Kostenlose Seedbombs inklusive, denn diese verteilt die EVL bald wieder am Overfeldweg an interessierte Passanten. Die machen die Stadt nicht nur bunter, sondern helfen dann auch im nächsten Frühjahr den fleißigen Bienen.

An das Interesse will die EVL anknüpfen und sucht in diesem Jahr im Rahmen eines Wettbewerbs zusätzlich noch eine Schule in Leverkusen, die eine Arbeitsgruppe zum Thema Nachhaltigkeit, Umwelt- und/oder Artenschutz anbietet. Jede Arbeitsgruppe hat bis zu den Sommerferien die Möglichkeit, ihr Konzept für den Bau und die Pflege eines Wildbienenhotels einzureichen. Die Schule mit dem besten Konzept erhält dann ein Wildbienenhotel zum Frühjahr 2023 für ihren Schulhof.

Fragen zum Thema Wildbienen?

Weiterführende Informationen zum Thema Wildbienenhotels stehen auf der Website von Stephan Eßer.

Das könnte Dich auch interessieren

Smart Meter: Wir informieren über Werbeschreiben der Deutsche Messwesen
09.10.2026
Aktuell erhalten Haushalte in Leverkusen Schreiben der DMW Deutsche Messwesen, die für den Einbau von Smart Meter wirbt. Zwischen uns und der DMW besteht keine Zusammenarbeit.
News & Stories
Strom
Unternehmen
zum Beitrag
EVL unterstützt das XXL-Mitsingkonzert „Lev singt“
06.10.2026
Das Mitsingkonzert "Lev singt" geht in die zweite Runde: Gemeinsam Singen für den Guten Zweck.
News & Stories
Unternehmen
zum Beitrag
Energie, die verbindet: EVL unterstützt seit vielen Jahren die Leverkusener Jazztage
11.09.2026
Mit ihrem langjährigen Engagement unterstützt die Energieversorgung Leverkusen (EVL) eines der bekanntesten Musikfestivals der Region.
News & Stories
Unternehmen
zum Beitrag
Gesellschafter bestellen Dr. Daniel Dierich zum neuen EVL-Geschäftsführer
10.09.2026
Der Nachfolger von Thomas Eimermacher wechselt zum nächstmöglichen Zeitpunkt als Allein-Geschäftsführer nach Leverkusen.
News & Stories
Unternehmen
zum Beitrag
Wir stellen die Trinkwasserversorgung um: Härtegrad ändert sich
10.09.2026
Wiesdorf, Manfort und Teile von Schlebusch bekommen seit dieser Woche Trinkwasser aus Hitdorf. Der Härtegrad wird "mittel" statt "weich".
News & Stories
Wasser
zum Beitrag
Dhünn-Düker in Schlebuschrath Fernwärme für Alkenrath
04.09.2026
Mit dem neuen Düker in Schlebuschrath wird die bestehende Fernwärmeleitung unter der Dhünn in Richtung Alkenrath verlängert, so dass ab Frühjahr 2027 große Teile Alkenraths mit Fernwärme versorgt werden können.
Nachhaltigkeit
News & Stories
Wärme
zum Beitrag