Leverkusener Trinkwasser ausreichend vorhanden

Nach Meldungen am Pfingstwochenende über knappe Trinkwasservorräte in Jülich sowie in den Kreisen Herford und Minden-Lübbecke erreichen uns derzeit Rückfragen zur Versorgungslage in Leverkusen. „Wir haben in Leverkusen eine breit aufgestellte Trinkwasserversorgung und dadurch auch in Jahren großer Trockenheit keine Probleme“, sagt unser kaufmännischer Geschäftsführer Thomas Eimermacher, der angesichts einer feuchten Mai-Mitte und weiteren angekündigten Niederschlägen in den nächsten Wochen keine Anzeichen für eine beginnende Trockenperiode sieht.
Wir haben nach den Meldungen in den vergangenen Tagen die Trinkwasserversorgung überprüft und keine Auffälligkeiten festgestellt. Die technische Infrastruktur bei Anlagen wie Netzen ist grundsätzlich gut ausgebaut und bietet die Möglichkeit, Kapazitätsspitzen auch bei längeren Trockenperioden ganztägig aufzufangen. Die Anzahl der Trinkwasserversorgungsquellen ist ebenfalls komfortabel. „Die vergangenen Hitzejahre 2018 bis 2020 haben gezeigt, dass die Wasserversorgung in Leverkusen auch bei langer Trockenheit stabil bleibt“, sagt Thomas Eimermacher.
Zum Hintergrund: An Spitzentagen verbrauchen die Leverkusener bis zu 35.000 Kubikmeter Trinkwasser. Das entspricht etwa 14 olympischen Schwimmbecken. Bis zu 1.000 Kubikmeter können stündlich aus der Großen Dhünn-Talsperre in den Wasserturm nachfließen. Zusammen mit vier weiteren in der Stadt verteilten Trinkwasserspeichern, die dazu dienen, Tagesdifferenzen auszugleichen, stehen immer rund 15.000 Kubikmeter Trinkwasser zur Versorgung der rund 28.100 Hausanschlüsse zur Verfügung.
Neben der Großen Dhünn-Talsperre als Quelle fördert das EVL-Wasserwerk Rheindorf Grundwasser, zudem kann Leverkusen noch auf eine dritte Säule in der Trinkwasserversorgung zurückgreifen: das Currenta-Wasserwerk in Hitdorf. „Mit drei Säulen in der Trinkwasserversorgung sind wir in Leverkusen vergleichsweise gut aufgestellt und haben – wie aktuell – die Möglichkeit, flexibel reagieren und die Wasservorräte in der Großen Dhünn-Talsperre schonen zu können“, sagt Eimermacher, der auf den hohen Einsatz bei der Trinkwasserqualität verweist: Jährlich wird mit rund 260 Labor-Analysen die Einhaltung von Hygienevorschriften und Grenzwerten beim Leverkusener Trinkwasser überwacht. 95 im Stadtgebiet verteilte Grundwasser-Messstellen werden dafür ganzjährig für Messungen und Beprobungen angefahren. „Trinkwasser ist eines der besten kontrollierten Lebensmittel und kann jederzeit bedenkenlos getrunken werden“, so Eimermacher weiter.

Obwohl die Versorgungslage in Leverkusen gut ist, raten wir zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der lebenswichtigen Ressource. Rasensprengen und Blumengießen sollten nicht in den Hitzestunden des Tages erfolgen. Am Abend und vor allem am frühen Morgen wird für dieselbe Fläche weniger Wasser benötigt, da ohne direkte Sonneneinstrahlung weniger verdunstet.
Alle Hintergründe zum Leverkusener Trinkwasser haben wir im vergangenen Winter in einer ausführlichen Info-Kampagne zusammengefasst.