Trinkwasser

PFAS-Werte im Wasserwerk Rheindorf sind in Ordnung

Die 2026 kommenden Grenzwerte werden nicht überschritten

Wir verfolgen die Berichterstattung über die Einleitung des Stoffs Perfluorbutansulfonsäure (PFBS) durch den Chempark-Betreiber Currenta und haben das Thema diskutiert und  Auswirkungen auf unser Trinkwasser betrachtet.

Bereits vor Einführung der neuen PFAS-Grenzwerte für Trinkwasser hat die EVL Anfang 2023 mit deren Beprobung begonnen. Dabei wurden bislang keine der bald geltenden Grenzwerte im Trinkwasser überschritten. Ab dem Jahr 2026 müssen PFAS-20 (darunter PFBS) und ab 2028 PFAS-4 kontrolliert werden.

Daher kann das Trinkwasser in ganz Leverkusen bedenkenlos getrunken werden und die EVL muss keine Maßnahmen zur Senkung der PFAS-Werte anstoßen.

Die Leverkusenerinnen und Leverkusener bekommen je nach Wohnort unterschiedliche Trinkwässer.

  • 70 Prozent des jährlichen Wasserbedarfs kommt seit 1988 aus der Großen Dhünn-Talsperre und hat damit keinen Kontakt zum Rhein.
  • Mit dem Wasser aus dem EVL-Wasserwerk Rheindorf deckt die EVL 30 Prozent des Jahresbedarfs ab. Es besteht zu 68 % aus Eigengewinnung, zu 25 % aus Talsperrenwasser aus der Großen Dhünn-Talsperre und zu 7 % aus Uferfiltrat der Currenta GmbH & Co. OHG (Wasserwerk Hitdorf). Von hier aus werden Hitdorf, Rheindorf, Bürrig, Küppersteg, Opladen, Alkenrath mit Trinkwasser versorgt
  • Ob ihr Talsperrenwasser oder Trinkwasser aus dem Wasserwerk Rheindorf (WWR) bekommen, könnt ihr  in unserem Trinkwasserportal nachschauen. Hier steht haushaltsscharf die aktuelle Trinkwasseranalyse (erst ab 2026 mit den PFAS-Werten). Verbunden mit der Angabe, welches Trinkwasser der Haushalt bekommt.

Mögliche Auswirkungen von Currenta-Einleitungen in den Rhein auf das Rheinuferfiltrat des Currenta-Wasserwerks in Hitdorf schätzen unsere Trinkwasser-Experten aus folgenden Gründen ohnehin als unwahrscheinlich ein:

  • Im Rhein wird das eingeleitete Wasser verdünnt, zudem erfolgt die Einleitung aus der Currenta-Kläranlage in der Rheinmitte und nicht im Uferbereich
  • Die Zonen, in denen das Rheinuferfiltrat gewonnen wird, bekommen eher Wasser, das aus der Wupper in den Rhein fließt
  • Das Rohwasser wird beim Passieren der Bodenpassagen gereinigt
  • Sobald es im Wasserwerk der Currenta ankommt, wird es durch Aktivkohlefilter aufbereitet, bevor es als Trinkwasser zum Wasserwerk Rheindorf weitergeleitet wird
  • Unser WWR-Trinkwasser hat nur einen Anteil von 7 Prozent an Currenta-Trinkwasser aus dem Hitdorfer Wasserwerk

Fragen zur Trinkwasserqualität des Wasserwerk Hitdorf beantwortet die Currenta. Als Leverkusener Trinkwasserversorger nehmen wir das Thema ernst und schauen mit besonderem Augenmerk drauf. Wir informieren über unsere Kanäle, sollte es neue Erkenntnisse geben.